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KiTa und BGS Erlöserkirche

Ist weniger Spielzeug sinnvoll?

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Wed, March 08, 2017 10:27:34

16 Gründe, warum deinem Kind weniger Spielzeug guttut

Weniger ist mehr!

Spielsachen sind nicht nur Dinge im
Leben unserer Kinder. Es geht
bei der Auswahl der Spielsachen
nicht nur darum, was sich ein Kind wünscht. Es geht auch um die Werte und
Haltungen, die Spielsachen vermitteln: Spielzeuge sind Träger von Botschaften,
von Werten, von Einstellungen.

Das, was unser Kind umgibt, prägt
seinen Geschmack. Die Musik, die Farben, die Materialien, die Möbel, die
Spielsachen leisten dazu ihren Beitrag. Bei der Auswahl von Spielsachen
entscheiden wir also nicht nur, womit das Kind spielt, sondern auch über seine Wahrnehmung und sein Spiel.

Wie
Spielsachen dein Kind beeinflussen

Spielen ist Lernen. Es ist die
Hauptquelle des Lernens für Kinder. Im Spiel üben sie Fähigkeiten und
Fertigkeiten – wie sehr sie dieses Repertoire aber ausbauen können, hängt von
der Auswahl des Spielzeugs ab. Wir sind uns dieser Tatsache gar nicht so
bewusst, doch Spielsachen beeinflussen unsere Kinder.

Sie haben Einfluss auf das Spiel und
die Fantasie: Schränken sie das Spiel ein, weil bestimmte Handlungsmuster
vorgegeben sind oder erlauben sie einen kreativen Umgang? Welche Beschaffenheit
haben sie? Passen sie zu den Werten, die wir in unserer Familie vermitteln
möchten? Und auch Geschlechterklischees werden bei der Auswahl des Spielzeugs
deutlich:

Während die rosa-Glitzer-Prinzessin-Puppenmama-Welt
den Mädchen vorbehalten ist, erleben die Buben Abenteuer und sind das starke
Geschlecht, indem sie gegen Ritter und Monster kämpfen. Dieses
geschlechtsspezifische Spielen hat auf unsere Kinder jedoch deutliche
Auswirkungen:

Spielzeugangebot
nach Stereotypen

Im Spiel mit Puppen üben Mädchen
ihre verbalen Fähigkeiten, das Mütterliche und erfahren, wie sie sich in
anderen hineinversetzen können. Aus dem Spiel mit der Barbie nehmen sie mit,
dass Mädchen immer schön angezogen sein muss. Buben hingegen üben das räumliche
Denken, Wettbewerbsorientierung und Durchsetzungsvermögen.

Ist das Spielangebot jedoch nur auf
diese Stereotype beschränkt, dann werden andere Fähigkeiten nicht gelernt.
Daher sollte Kindern ein möglichst breites Angebot an Spielsachen zur Verfügung
gestellt werden. Buben dürfen genauso mit Puppen spielen – sie sind schließlich
die künftigen Väter und da wünschen wir doch liebevolle Familienväter, die sich
um ihre Kinder kümmern.

“Simplicity, clarity, singleness: these are
the attributes that give our lives power and vividness and joy.” – Richard
Halloway

Während die meisten Kinderzimmer mit
Spielzeug überfüllt sind, entscheiden sich immer mehr Familien dafür, die
Spielsachen der Kinder zu reduzieren. Seinem Kind weniger anzubieten und ins
Detail zu gehen, kann Kindern neue Spielmöglichkeiten eröffnen.

Wir sind nicht Gegen-Spielsachen.
Wir sind Fürs-Kind. Wir sind nicht dafür, dass du die Spielsachen komplett aus
dem Leben deines Kindes verbannst, sondern es geht uns darum, sie dem Alter und
der Entwicklung anzupassen. Also tu deinem Kind einen Gefallen und reduziere
sein Spielzeug.

16 Gründe,
warum weniger Spielsachen deinem Kind gut tun

1. Weniger Spielzeug hilft Kindern
Ordnung zu halten: Wenn du dich darüber ärgerst, dass dein Kind unordentlich
ist, dann schau einmal, wieviel Spielsachen und Zeug dein Kind hat. Vielleicht
ist es mit der Menge einfach überfordert.

2. Weniger Spielzeug lässt Kindern
physisch, mental und emotional Raum: Kinder brauchen diesen Raum, um sich gut
zu entwickeln und ihre Fähigkeiten üben zu können.

3. Weniger Spielzeug fördert die
Fantasie: Die einfachsten Materialien können sich in andere Gegenstände
verwandeln. So können Kastanien im Kaufmannsladen verwendet werden, Tücher zum
Verkleiden oder Stöcke als Schwerter.

4. Weniger Spielzeug bietet Kindern
Struktur und Übersichtlichkeit: Kinder brauchen klare Strukturen – das geht
einfacher mit weniger Spielsachen.

5. Weniger Spielzeug vermittelt
Werte, die Kinder nicht erfahren würden, wenn sie mit Spielsachen überschüttet
werden

Weniger
Spielzeug fördert die Konzentration

6. Weniger Spielzeug hilft Kindern
beim Lernen: Weniger Spielsachen ermöglichen Kindern, sich ganz auf eine Sache
zu konzentrieren, sie bis ins Detail zu erforschen und zu experimentieren, was
alles möglich ist.

7. Weniger Spielzeug unterstützt
Kinder dabei, warten zu lernen: Wer nicht ständig mit Spielsachen überhäuft
wird, lernt auch auf ein Geschenk zu warten und es dann auch mehr
wertzuschätzen.

8. Weniger Spielzeug fördert, dass
Kinder respektvoll mit ihren Sachen umgehen: Wer weniger Spielsachen hat, lernt
sie auch zu schätzen. Hat ein Kind jedoch zu viele Spielsachen, dann fällt es
gar nicht auf, ob eines kaputt ist oder nicht.

9. Weniger Spielzeug fördert die
Konzentration: Kinder kommen richtig in den flow, wenn sie sich ganz auf eine
Sache konzentrieren. Dann ist es fast so, als würden sie die Welt um sich herum
vergessen und ganz in ihrem Spiel versinken. Kinder mit vielen Spielsachen
hingegen spielen oft (nicht immwe!) unruhig und verlieren schnell die Lust an
einer Beschäftigung.

Die Liebe
zum Lesen entdecken

10. Weniger Spielzeug fördert die
Liebe zum Lesen, Schreiben und Malen: Weniger Spielsachen erlauben es Kindern,
sich mit anderen Beschäftigungen auseinanderzusetzen: Lesen, schreiben, malen,
musizieren.

11. Weniger Spielzeug unterstützt
die Ausdauer: Wenn Kinder zu viele Spielsachen haben, dann neigen sie dazu,
schnell von einem zum anderen zu springen. Sie vertiefen sich so in kein Spiel,
kommen nicht in den flow und versinken nicht. Sie sind unruhig und gehen
schnell von einem zu anderen.

12. Weniger Spielzeug eröffnet neue
Spielräume in der Natur: Kinder brauchen die Natur. Sie brauchen das freie
Spiel und die Kreativität. In der Natur finden Kinder alles, was sie brauchen.

Kinder
lernen begeistert zu sein

13. Weniger Spielzeug lehrt Kinder,
Begeisterung auch außerhalb von Spielzeuggeschäften zu finden: Immer wieder
fallen mir Kinder auf, die sich ohne Spielsachen nichts anzufangen wissen. Denen
am Strand, am Spielplatz oder im Wald langweilig ist.

14. Weniger Spielzeug ist ein
Statement gegen die Spielzeugindustrie, die eine Markenbindung erreichen möchte
und Kinder nur als kleine Konsumenten sieht

15. Weniger Spielzeug ermöglicht
einem, in nachhaltiges und teureres Spielzeug zu investieren

16. Weniger Spielzeug führt dazu,
dass du in einem aufgeräumteren Zuhause lebst: Und damit musst du dich weniger
darüber ärgern, dass es unordentlich ist oder das Spielzeug in der ganzen
Wohnung verteilt ist. Stattdessen kannst du mehr Zeit mit deinen Kindern
verbringen, die sich nicht ums Aufräumen dreht.

Aber ich will auch ehrlich sein:
Weniger Spielzeug bedeutet nicht, dass es immer aufgeräumt ist im Kinderzimmer.
Dann müssten die Kinder schon raus.

Weniger Spielzeug öffnet einem die
Augen für all die schönen Dinge, die uns umgeben und zeigt ganz neue
Möglichkeiten, wie mit wenigen Materialien umgegangen werden kann.

Der Beitrag erschien ursprünglich
auf welovefamily.at.



Ein Schuhkarton zu Weihnachten

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Tue, December 06, 2016 12:55:49

Dank der guten Vorbereitung einer Mutter unserer
Einrichtung, waren die Nummern der einzelnen Kinder schnell verteilt und die
Eltern konnten zu Hause ihren Weihnachtsschuhkarton packen.

Viele Kinder aus Schenefeld und Umgebung haben bei der
Schenefelder Tafel einen Ort gefunden, wo sie willkommen sind.

Seit drei Jahren starten wir als KiTa und BGS Ende November
die Aktion Weihnachten im Schuhkarton für die Kinder der Schenefelder Tafel.
Dieses Jahr haben wir für ca. 130 Kinder, die sonst nichts zu Weihnachten
bekommen würden, einen Schuhkarton gepackt bekommen.

Vielen herzlichen Dank an alle Packer!



EINFACH DANKE!!

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Fri, August 12, 2016 07:51:44


Voller Freude konnte ich gestern einen ganzen Kofferraum voll von gesammelten Plastikdeckeln zur Hauptsammelstelle nach Tornesch bringen. Wir haben in den letzten Wochen ca. 5000 Deckel in der KiTa und ca. 6000 Deckel in der BGS für die Aktion 500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung gesammelt.

Vielen Herzlichen Dank an alle Sammler!!

Die Aktion läuft weiter und wir freuen uns über jeden gespendeten Deckel, der den Weg zu unseren Sammelstellen in die BGS oder die KiTa findet.
Macht weiter so…



Brandschutzübung in der KiTa

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Fri, June 17, 2016 11:31:04


In dieser Woche war die Firma Brandmauer bei uns in der KiTa zu Besuch.
Die Feuerwehrleute zeigten den Kindern, wie man sich in einem Brandfall verhalten sollte. Neben dem theoretischen Teil, was macht die Feuerwehr, wie verhalte ich mich im Brandfall, wurde es auch ganz praktisch. Die Kinder sind auf Knien zum Ausgang gekrabbelt, haben ihrem Sammelpunkt aufgesucht und konnten sehen, was für Kleidung so ein Feuerwehrmann alles trägt.

In den nächsten Wochen wird es immer mal wieder eine interne Feuerübung geben, sodass die Kinder im Ernstfall genau wissen, wie sie sich zu verhalten haben, wenn es in der Kita brennt.



WUNDERBAR – SUPER

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Mon, May 09, 2016 12:06:57

Vielen, vielen herzlichen Dank!
Wir haben innerhalb von nicht einmal zwei Wochen über 1000 Deckel für unsere Deckelaktion gesammelt.

Das ist wunderbar!!!


Wie gehts mit den gesammelten Deckeln weiter?
Vorerst sammel wir kräftig weiter und lagern die Deckel im Büro. Wenn wir dann einiges an Deckeln gesammelt haben, werden die gesammelten Deckel zum Wertstoffhof gebracht, wo sie in riesigen Container gesammelt werden. Diese werden dann an die Aktion 500 Deckel…gegen 1 Kinderlähmung weitergeleitet.

Hier gibt es weitere Infos zur 500 Deckel Aktion: Bitte klicken



Artikel: Wichtig sind Eltern, die in sich ruhen

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Tue, April 19, 2016 14:08:25

Interview

Der bekannte Kinderpsychiater
Michael Winterhoff warnt: Wir lassen Kinder viel zu oft alles entscheiden. So
lernen sie niemals richtig das Erwachsensein.

KiNDER: Sie schreiben, dass
heutzutage Eltern ihre Kinder unbewusst als Teil von sich selbst empfinden. Wie
sieht diese Symbiose denn aus?

Michael Winterhoff: Die Eltern sehen ihre Kleinen als Teil von sich, wie
einen Arm. Wenn der schmerzt, müssen sie ihn halten. Übertragen heißt das: Wenn
ein Kind hinfällt, trösten die Eltern es in jedem Fall. Egal ob es wirklich weh
tut, oder das Kind nur markiert und Aufmerksamkeit will. Eltern ist die
Intuition verloren gegangen, auch aus der Distanz die Dinge realistisch
einzuschätzen. Sie lesen dem Kind jeden Wunsch von den Lippen ab, weil sie in
Wirklichkeit ihr Kind steuern wollen – wie eben einen Teil von sich.

Sind diese Kinder deshalb so
ausgeprägte Egomanen?

Sie haben keine Frustrationstoleranz, kein Unrechtsbewusstsein, keine Empathie
oder sehen sich als Opfer. Und vor allem denken sie, alles würde sich um sie
und das Stillen ihrer Bedürfnisse drehen.

Aber Kinder sind doch das Produkt
der Erziehung ihrer Eltern – die sind doch eigentlich verantwortlich ?

Sicherlich. Vater und Mutter sind wesentlich – aber auch überfordert von der
heutigen, digital geprägten Außenwelt. Und die Kinder dieser Eltern werden in
ihrer Entwicklung gebremst, ihre emotionale und soziale Psyche bildet sich
nicht richtig aus. Die jungen Patienten, auch die Jugendlichen, die in meine
Praxis kommen, haben das Weltbild eines 16 Monate alten Kleinkinds.

Das erscheint jetzt aber sehr
dramatisch dargestellt.

Es ist so schlimm, glauben Sie mir. Ich arbeite jetzt seit 28 Jahren als
Kinder- und Jugendpsychiater. Was ich seit 1995 täglich in meiner Praxis sehe,
gab es zuvor nicht: 1995 hatten wir zwei auffällige Schüler pro Klasse, heute
sind nur noch 30 Prozent der Schüler nicht auffällig. Das ist mehr als
besorgniserregend.

Was ist 1995 passiert?
Ab diesem Jahr fiel mir eklatant die wachsende Zahl von auffälligen Schülern
auf. Das hat sicher damit zu tun, dass der Computer in fast allen Haushalten
Einzug hielt. Das veränderte alles. Viele Erwachsene sind davon seitdem
überfordert, Stress und permanente digitale Erreichbarkeit verstärkt das heute.
Eltern wissen nicht mehr, was sie wollen im Leben. Sie sind nicht in der Lage,
Freude oder Zufriedenheit zu empfinden.
Als Eltern machen sie dann die Freude und die Zufriedenheit des Kindes zu ihrer
eigenen. Sie denken, fühlen, spüren durch das Kind. Früher hatten wir eine
Gesellschaft, die klar Orientierung geboten hat. Heute ist alles unsicher
geworden. Dennoch hat der Erwachsene ein Bedürfnis nach Anerkennung,
Sicherheit.
Wenn die Gesellschaft dies nicht mehr leistet, ist die Gefahr groß, dass er
das, was ihm fehlt, über das Kind ausgleicht. Das gilt auch für Lehrer,
Erzieher und Großeltern: Sie wollen von den Kindern unbedingt geliebt werden.
Das führt zu einer Machtumkehr: Der Erwachsene ist bedürftig und braucht das
Kind, um dieses Bedürfnis zu stillen.

Das ist aber harter Toback.
Es geht nicht darum Schuld zu verteilen. Als Psychiater analysiere ich nur die
vielen Fälle, die in meiner Praxis auflaufen. Und so eine Entwicklung habe ich
in langen Jahren als Mediziner und Psychiater noch nicht erlebt. Ich möchte ja
auch mit diesem neuen Buch aufrütteln, weil ich mir große Sorgen um die Kinder
und Jugendliche in der heutigen Zeit mache. Früher hatten Kinder, die in die
erste Klasse kamen, die Schulreife. Sie konnten vier Stunden lang auf einem
Stuhl sitzen, zuhören und akzeptieren, dass die Lehrerin das Sagen hat. Heute
leben sie lustorientiert im Moment und meiden jegliche Anstrengung. Wie sollen
sie dem Schulstoff folgen können, wenn sie nie gelernt haben, stillzusitzen,
zuzuhören oder etwas zu tun, worauf sie keine Lust haben? Richtig ist: Es liegt
ja nicht daran, dass sie es nicht gelernt haben – sondern da sie psychisch
Kleinkinder sind, sind sie nicht in der Lage, dieses zu leisten. Wären sie
psychisch auf dem Stand ihres Alters, kein Problem.

Können denn die Eltern von heute aus
diesem Dilemma herauskommen?

Viele Erwachsene leben ja in einer Art Katastrophenmodus. Sie sind blockiert.
das ganze Leben wird krisenhaft empfunden. Positive gesellschaftliche
Perspektiven fehlen oft. Man denkt nur ans Jetzt – quasi um zu überleben.
Erwachsene, eben auch Eltern, müssen wieder ganzheitlich auf die Dinge gucken.
Eltern müssen wieder in sich ruhen.

Und damit auch Vorbild sein?
Das Problem ist, dass alle die irrige Vorstellung haben, sie müssten dem Kind
wie einem Partner auf Augenhöhe nur lange genug alles erklären, dann würde es
schon mitmachen. Aber das funktioniert nicht, weil man so dem Kind
Erwachsenen-Eigenschaften abverlangt. Und genau die kann es
entwicklungspsychologisch gar nicht haben. Autorität und Hierachie wird deshalb
heute auch als negativ empfunden.

Was können Eltern und Erzieher tun,
um zu retten, was zu retten ist?

Die Symbiosebeziehung zwischen sich und dem Kind lösen. Indem sie zur Ruhe
kommen, mal ein paar Stunden alleine sind mit sich, ohne Ablenkung, ohne Handy.
Zum Beispiel bei einem stundenlangen Spaziergang im Wald. Die meisten
Erwachsenen halten das ja gar nicht mehr aus. Doch die Psyche kommt dann zur
Ruhe, man bekommt Distanz zu den Dingen. Und danach werden Eltern sich nicht
mehr auf die üblichen Machtkämpfe einlassen mit ihren Kindern, die sie nicht
gewinnen können. Sie werden nicht reflexartig auf jeden Wunsch des Kindes
reagieren, sondern verzögert reagieren: zunächst mal innerlich bis vier zählen.
So lernt das Kind, dass es einen Unterschied gibt zwischen Gegenständen und
Menschen: Der Mensch reagiert nämlich nicht auf Knopfdruck. Das ist anfangs
hart für beide Seiten. Aber es wirkt.

Link zum Artikel



Neue Spielecke geschaffen

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Fri, March 18, 2016 08:53:38

Seit gestern haben wir eine neue Spielmöglichkeit für unsere Kinder im Außenbereich. Dort wo früher eine nicht bespielbare Ecke war, erhebt sich jetzt eine “Burg” die schon in den ersten Stunden von den Kindern sehr bespielt wurde. Wir freuen uns, dass wir eine weitere Möglichkeit entwickeln konnten, um unseren Außenbereich für unsere Kinder ansprechender zu gestalten.



Ausgezeichnet!

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Mon, February 29, 2016 12:55:17



Neue Attraktion auf unserem Außengelände

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Tue, February 23, 2016 12:10:22

Wir haben unseren Spielplatz für unsere Kinder um zwei Attraktionen erweitern.
Im Bereich des früheren Weidenganges neben der Krümelmonstergruppe befindet sich jetzt unsere Lokomotive mit Kohletender und Personenwagon.
Bei der Netzschaukel und der Wippe haben wir eine schöne neue Abgrenzung zwischen Rasen und Fallsand erstellt, auf der die Kinder nach herzenslust spielen und balancieren können.
Des Weiteren ist geplant auf dem hinteren Spielgelände noch eine Spielhütte oder ein Spielschiff aufzubauen.
Dadurch haben wir eine gute und schöne Möglichkeit geschaffen unseren Kindern noch mehr Abwechslung im Außenbereich zu bieten.



Kinder brauchen Grenzen?

KiTa und BGS Erlöserkirche Posted on Mon, February 15, 2016 13:30:41

Jahrelang stand ein Buch mit diesem Titel in unserem Regal. Allerdings ohne
das Fragezeichen. Ich kann mich gar nicht genau erinnern, ob ich es je gelesen
habe. Aber der Titel wurde irgendwie unter der Hand zu einer
Selbstverständlichkeit: Klar, Kinder brauchen Grenzen. Die Alternative – eine
Erziehung ohne Regeln und klare Grenzen – erschien wenig sinnvoll. Und so
meinte ich in den ersten Jahren als Vater meinen Kindern Gutes zu tun, indem
ich möglichst konsequent, unnachgiebig und hart die Grenzlinien verteidigte,
die ich vorher an mir irgendwie sinnvoll erscheinenden Stellen gezogen hatte.

Vor gut einem Jahr bei einem Treffen, bei dem
wir uns mit dem Thema „Gewaltlosigkeit“ auseinandergesetzt haben, habe ich
diese Erinnerung an die Kleinkindphase unserer ersten Tochter aufgeschrieben:

Unsere Tochter ist zwei. Vielleicht drei. Regelmäßig bekommt sie Anfälle von
Wut und Traurigkeit. Wenn das passiert, dann steigert sie sich immer mehr in
ihre Situation hinein. Sie weint dann und schreit und weint und schreit. Und
weint und schreit. Als Eltern sind wir ratlos. Hilflos.

Mich macht ihr Verhalten aggressiv. Ich verstehe sie nicht. Ich halte diese
Situationen auch nicht mehr aus. In meinen Gedanken tue ich ihr Gewalt an.

In unserer Not haben wir einen Ort gesucht und gefunden, an den wir sie zur
Strafe bringen. Das Gästeklo. Es ist schon zum geflügelten Androhungs-Wort
geworden: „Wenn du jetzt nicht aufhörst, bringen wir dich aufs Gästeklo.“ In
keinem Fall hat ihr diese Androhung bisher geholfen, aus der Spirale ihrer Wut
herauszufinden.

Das Gästeklo. Was für ein furchtbarer und unangenehmer Ort für eine
Bestrafung! Demütigend. Heute frage ich mich, wie wir darauf gekommen sind. Für
sie ist es die Höchststrafe, dort alleine gelassen zu sein. Gerade das kann sie
nicht ertragen. Sie will schreien. Sie will weinen. Aber sie will bei uns sein.

Wir schließen nicht ab. Wir lassen die Tür auf. Aber sie ist dann dort
allein.

An einem Tag ist es besonders schlimm. Die Androhung „Gästeklo“ ist
ausgesprochen. Sie schreit weiter. Jetzt werde ich das Angedrohte umsetzen. Ich
muss meine Tochter greifen. Festhalten. Ziehen. Sie schreit. Ich schreie.
Irgendwie endet die Situation im Gästeklo. Heute weiß ich nicht mehr wie.

Abends fühle ich mich schlecht. Ich sehe die Situation noch einmal vor
meinem inneren Auge. Die Angst in den Augen meiner Tochter. Ja, Angst – vor mir
als ihrem Vater.

Ein Mädchen, das Angst vor ihrem Vater hat. Und ich bin der Vater. Ich habe
meine Macht missbraucht. Ich habe Gewalt ausgeübt und sie hat in mir ihren
Feind gesehen. Mein Erschrecken über mich selbst ist tiefer, als ich selbst in
diesem Moment zulassen und ertragen kann. Aber ich weiß, dass das nicht sein
darf. Dass ich ein anderer werden will.

Beim nächsten Mal versuchen wir unserer Tochter unsere eigene Not zu
erklären. Sie ist so überrascht über unseren ruhigen Tonfall, dass sie kurz
mitten im Schreien innehält: „Wir wissen gerade nicht, was gut für uns alle
ist. Es ist schwer für uns auszuhalten, dass du so schreist. Aber wir wollen
dich nicht alleine lassen. Wir wissen, dass du bei uns sein willst, wenn du so
wütend bist. Wir gehen jetzt aufs Gästeklo und du kannst mitkommen.“

Tatsächlich folgt sie uns. Und dann sitzen wir gemeinsam auf den kalten
Fliesen auf dem Fußboden. Sie schreit weiter. Aber wir sitzen dort gemeinsam.
Und warten. Bis das Schreien verebbt und In-den-Arm-Nehmen wieder möglich ist.

Viele Male haben wir noch dort gesessen. Auf dem Gästeklo. Es ist kein
Allheilmittel geworden. Taugt wohl auch nicht für ein Erziehungsbuch. Aber es
ist ein möglicher Weg für uns geworden. Und ich habe die Angst in den Augen
meiner Tochter nie wieder gesehen.

Je länger ich Vater bin, desto weniger glaube ich, dass für Kinder in erster
Linie Grenzen wichtig sind, sondern vielmehr eine verlässliche, liebevolle
Beziehung zu den eigenen Eltern. Applaus gibt es aber oft für Ersteres: Es wird
gutgeheißen, wenn Babies auch mal schreien gelassen werden. Es wird bewundert,
wenn man sich nicht von einmal getroffenen Entscheidungen durch irgendwelche
Anstalten der Kinder abbringen lässt.

Heute verstehe ich, dass ich in meinem Versuch, möglichst konsequent zu sein
und keinen Millimeter von meiner Linie abzuweichen, meiner Tochter Wunden
zugefügt habe. Ich habe mir vorgemacht, dass das, was sonst schlichtweg
Starrköpfigkeit genannt wird, liebevolle Konsequenz sei. Eine Grenze hätte mir
selbst gut getan an der Stelle, an der ich das Prinzip der Gewaltlosigkeit
überschritt.

Was ich meinen Kindern heute wünsche, ist gerade nicht, dass sie sich in
ihrem Leben möglichst gehorsam innerhalb einer Box von (zum Teil ja willkürlich
durch andere Menschen gesetzten) Grenzen bewegen. Dass sie sich aus Angst vor
Strafen nicht trauen, von anderen Gebotenes in Frage zu stellen. Und eigene
Grenzen immer neu zu überschreiten. Das, was heute zum Teil Respekt genannt
wird, ist eigentlich Unterordnung aus Angst. Und die Rebellion gegen
willkürlich gesetzte Grenzen von sog. Autoritäten ist nicht immer das viel
zitierte „Austesten“ von Grenzen, sondern schlichtweg der Kampf um die eigene
kindliche Würde und die Artikulation der Frage, ob in mir als Vater noch ein
Herz für mein Kind schlägt.

Als Vater möchte ich meinen Kindern nicht immer neue Grenzen im Leben
setzen, sondern ganz im Gegenteil verlässlich an ihrer Seite sein, wenn sie
Grenzen überschreiten. Ich möchte, dass sie wissen, dass sie nicht darin einen
Halt haben, dass ich ihnen eine Box aus Regeln gebaut habe, in der sie nun
festsitzen, sondern dass unsere Beziehung zueinander absolut sicher ist. Und
aus dieser Sicherheit ist dann Entwicklung möglich – und zwar genau im
Überschreiten von Grenzen und von bisher Gewohntem. Denn entwickeln kann sich
ja nur der, der bisher gewohnte Bereiche überschreitet – und wer an dem Punkt
durch verlässliche liebevolle Beziehungen gestützt ist und im Notfall jemanden
hat, der die eigene Hand ergreift, der darf sich glücklich schätzen.

Kinder brauchen Grenzen? Mag sein – an manchen Stellen. Auf jeden Fall zum
Überschreiten. Aber viel mehr noch verlässliche, liebevolle Beziehungen. Zum
Aufbruch in neues Land.

(Quelle: http://simondevries.de/kinder-brauchen-grenzen/)



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