Schocker
der Woche:

Test 10 Tage ohne
Zucker: Kinder
verloren durchschnittlich fast einen Kilogramm Gewicht

„Die Gesundheit der Kinder verbesserte sich sofort
– nur, indem wir
Zucker durch Stärke ersetzten. Wir haben nichts an den
Kalorien, dem Gewicht
oder den Übungen der Kinder verändert“, schrieb der Autor
Robert Lustig vom
UCSF Benioff Kinderkrankenhaus San Francisco in einem
Statement zur Studie.

Nach zehn Tagen sanken bei den meisten Teilnehmern
der
Bluthochdruck, die Triglycerid- und Cholesterin-Werte. Die
Glukosetoleranz
verbesserte sich und die Menge an überschüssigem Insulin im
Blut wurde weniger.

Sind diese Werte erhöht, sind sie ein Risikofaktor
für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes.

Was
haben wir gemacht?

Letzte
Woche wurde gebacken und ausprobiert ein Essen ohne Zucker
herzustellen. Die
Ergebnisse konnten sich sehen und schmecken lassen.

Wie
geht es nächste Woche
weiter:

Nun
hat
die Letzte Woche unserer zuckerfreien Fastenzeit begonnen und
wir schließen da
Projekt mit dem Feedback der Kinder. Was haben sie gelernt.
Was hat sich
verändert in den letzten Wochen. Die Aussagen werden notiert
und als Aushang
vorbereitet.

Info
der Woche:

1.
Alternative zu Zucker: Agavendicksaft

Agavendicksaft stammt ursprünglich
aus Mexiko. Die
Ureinwohner haben
schon vor
tausenden von Jahren den Saft der Agave genutzt – als
Nahrungsmittel, aber auch
als Medizin. Heutzutage nutzt man ihn vor allem, um Desserts,
Müsli, Joghurt,
Getränke und Marmeladen zu süßen. Diabetiker sollten aber
sparsam mit
Agavendicksaft umgehen, da er sehr viel Fruktose enthält und
somit den
Blutzuckerspiegel ansteigen lässt.

Dadurch
ist er aber auch sehr süß: 100 g Agavendicksaft (300 kcal)
süßen so stark wie
125 g Haushaltszucker.

2.
Alternative zu Zucker: Ahornsirup

Schon
die indigen Völker Nordamerikas und Kanadas haben den
Ahornbaum „angezapft“:
Über Löcher in der Rinde wird Ahornsaft gewonnen. Dieser wird
anschließend
eingedickt. Aus 40 Litern Saft wird ein Liter Sirup. In dem
stecken neben
Zucker auch Calcium, Eisen, Phosphor, Kalium und Eiweiß. Das
sind mehr
Mineralstoffe als in Honig enthalten sind. 100 g Ahornsirup (274 kcal)
können
gut 130 g
Haushaltszucker
ersetzen – zum
Beispiel beim Backen, aber auch zum Würzen von Suppen, Saucen
und Dressings.

3.
Alternative zu Zucker: Honig

Honig hat zwar
fast
genauso viele Kalorien (306 kcal pro 100
g) wie
Zucker, aber dafür enthält er auch Antioxidantien und
Nährstoffe – zum Beispiel
Vitamin B und C, Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium. Das
Naturprodukt ist
perfekt geeignet, um Desserts zu verfeinern und Kuchen zu
süßen. Allergiker
sollten allerdings aufpassen, da viele Honigsorten
Blütenpollen enthalten.
Lebensmittelforscher empfehlen Diabetikern: Honig nur in Maßen
essen, da er den
Blutzuckerspiegel genauso ansteigen lässt wie Haushaltszucker.

4.
Alternative zu Zucker: Stevia

Kaum
Kalorien, nicht schädlich für die Zähne, kein Einfluss auf den
Insulinspiegel
und eine Süßkraft, die 300-mal stärker ist als die von Zucker:
Seit Jahren ist die
„Wunder-Pflanze“ Stevia auch in Deutschland als

Zuckerersatz
für Lebensmittel zugelassen. Steviolglycoside dürfen Joghurts,
Müslis,
Getränken, Schokolade und anderen Süßigkeiten zugesetzt
werden. Einzig der
leicht bittere Eigengeschmack kann einen stören.

5.
Alternative zu Zucker: Zuckerrübensirup

Zuckerrübensirup
ist eine der bekanntesten Zucker-Alternativen. Man kann ihn
zum Würzen von
Dressings, Quark, Joghurt, Suppen und zum Backen verwenden.
Das Süßmittel
entsteht, wenn Zuckerrüben gehäckselt, dann stundenlang
gedämpft und
anschließend gepresst werden. So enthält man aus einem Kilo
Rüben 200 g

Sirup.
Zuckerrübensirup punktet mit vielen Mineralstoffen: Schon 100
g decken etwa
fünf Prozent des Tagesbedarfs an Kalium, Phosphor und
Magnesium sowie 15
Prozent des Tagesbedarfs an Eisen.